SCHLUSSSPURT - DER MAI IST NOCHMALS SEHR INTENSIV, ABER INTERESSANT
Nicht mit gemütlichem Auslaufen lassen... Der Abschluss meines Präsidialjahres hat es nochmals in sich. Ich freue mich noch auf die anstehenden Termine und Aufgaben. Unter anderem Besuche ich die Landsgemeinde in Glarus und reise noch nach Hannover, um den Landtag offiziell zu besuchen. Anfangs Mai empfange ich noch eine Delegation aus Sachsen in Thun zu einem mehrtägigen Erfahrungsaustausch zum Thema "Energie".

Um es vorweg zu nehmen: Ich freue mich auch auf den 6. Juni 2017, wenn ich das Amt weitergeben kann. Die Erfahrungen waren einmalig. Ein riesiges Netzwerk konnte ich aufbauen. Doch jetzt endlich wieder meine eigene Angenda zu haben und mich politisch einbringen zu können, macht das "Abtreten" als Grossratspräsident nicht so schwer.

LETZTE SESSION ZU ENDE - RÜCKBLICK MÄRZSESSION
Meine 5 Sessionen als Präsident des Kantonsparlamentes sind Geschichte. Schneller als man denkt geht mein Präsidialjahr zu Ende. Im Parlament darf ich dann noch die Juni-Session eröffnen und meine Nachfolgerin wählen lassen. Dann geht es zurück in die Reihe der Parlementarier. Ich freue mich riesig! Endlich auch politische Aussagen machen zu dürfen - mich in Abstimmungskomitées zu engagieren und mich für meine Werte einzusetzen. Bis dahin gibt es aber im April und Mai noch sehr viel zu tun. Viele spannende Momente darf ich noch erleben.

JANUARSESSION

Die Januarsession war kurz, aber sehr spannend. Ich hatte in der Vorwoche noch ein paar Tage mit der Grippe kämpfen müssen. Doch der Husten und andere Nachläufer waren noch nicht ganz auskuriert. Deshalb war für mich jeweils unsicher, ob meine Stimme immer funktionieren würde. Ein spannendes Erlebnis war, als am 3. Tag die ganze Lautsprecher- sowie die elektronische Abstimmungsanlage nicht mehr funktionierten. Nach kurzen Abklärungen, wie das Prozedere in diesem Fall ist, leitete ich die Sitzung wie zu "Grossmutters-Zeiten". Passte ja gut zu "600 Jahre Rathaus Bern". Das Gesetz sieht vor, dass die Abstimmung mit Aufstehen erfolgt. Eines konnte ich feststellen: Es war noch nie so ruhig im Rat.

600 JAHRE RATHAUS BERN: DAS RATHAUS GEHT AUF REISEN
Im Jahre 2017 finden viele Anlässe zur Feier "600 Jahre Rathaus Bern" statt. Auch wurde ein "mobiles Rathaus" entwickelt, welches später als Spiel oder Lernmittel für Schulen zur Verfügung stehen wird. Hier ein Bericht darüber.

DIE 2. HÄLFTE DES AMTSJAHRES BEGINNT
Wie doch die Zeit vorbei saust! Ich wünsche Ihnen für das neue Jahr alles Gute und beste Gesundheit. Bereits habe ich die Hälfte meines Amtsjahres geschafft. Die Januar-Session wird sehr kurz ausfallen und nur 2-3 Tage dauern. Dennoch bedeutet dies nicht, dass die Geschäfte nicht wichtig sind. Meine Agenda hat noch einige interessante Arbeitstermine bereit. Ich freue mich auf die nächsten Wochen und auf die vielen Begegnungen.

NOVEMBERSESSION
Wie immer im November, wird der Voranschlag und der Finanzplan viel zu reden geben. Als Beilage wird die Steuerstrategie serviert. Neben vielen Kreditgeschäfte kann der Grossrat sich über eine gross Anzahl von Vorstössen äussern. Die Novembersession wird voraussichtlich die ganzen 2 Sessionswoche ausfüllen. Mit dem Ende der Session wird mein Amtsjahr in der Mitte angekommen sein.

BESUCH IN BULGARIEN
Ich durfte auf Einladung von NGO "Balkan-Assist", drei Tage das EU-Mitgliedsland Bulgarien besuchen. Ein sehr schönes Land. Dennoch haben mich sehr viele Eindrücke beschäftigt. An den vielen Diskussionsanlässe zum Thema "direkte Demokratie" sowie vielen Medienauftritte, wurde mir sehr bewusst, was für ein tolles politisches System wir in der Schweiz haben dürfen. Die Schweiz gilt als grosses Vorbild für die bulgarische Bevölkerung. Das Vertrauen zwischen der bulgarischen Bevölkerung zur "Classe politique" ist nicht vorhanden. Dennoch darf die Bevölkerung Anfangs November zu drei Referendums-Abstimmungen (= in der Schweiz sind dies Initiativen) abstimmen. Auf die Resultate bin ich gespannt.

SEPTEMBER-SESSION: EMOTIONALE THEMEN VORHANDEN
Traktandenmässig werden in dieser Session vor allem folgende Geschäfte zu reden geben:
-Kredite für archäologische Rettungsgrabungen in Kallnach (Challnechwald) und Nidau (Agglolac)
-Projektierungskredite für Verkehrssanierungen Burgdorf – Oberburg – Hasle sowie Aarwangen – Langenthal Nord
-Kredite für Planung und Realisierung von Halteplätzen bzw. Transitplätzen für schweizerische und ausländische Fahrende
-Kredit für die Asylsozialhilfe
-Änderung Wassernutzungsgesetz

Darüber hinaus werden wir zahlreiche Vorstösse und Kreditgeschäfte behandeln. Die neuen Regierungsräte Ammann und Schnegg werden ihre erste Auftritte als Direktionsvorsteher haben. Ich wünsche bereits jetzt viel Erfolg!

1. AUGUST FEIERLICHKEITEN ALS ENDE DER SOMMERFERIEN
Ruhig war es schon ein weniger im Juli. Nicht so ruhig, dass gar nichts gelaufen wäre - einfach viel weniger. Doch mit der 1. August-Feierlichtkeiten ist das Sommerloch definitiv zu Ende. Die Agenda ist wieder gut gefüllt. Meine 1. August-Ansprache durfte ich im schönen Oberdiessbach halten. Ich war beeindruckt von der grossen Teilnehmerzahl und vom Engagement. Am "Lampion-Umzug" haben sehr viele Familie mit ihren Kindern mitgemacht. Dabei haben nicht nur die Laternen - schon auch viele Kinderaugen geleuchtet. Unter "Auftritte" kann meine 1. August-Ansprache nachgelesen werden.

JUNI-SESSION ZU ENDE: EIN VOLLBEPACKTES PROGRAMM
Am Donnerstag, 9. Juni 2016, ging die erste Session unter Grossratspräsident Carlos Reinhard im Berner Rathaus zu Ende. Die 160 Grossrätinnen und Grossräte hatten ein vollbepacktes Programm. Jeden Tag, bei Beratungsbeginn, erzählte der höchste Berner nach dem Glockenschlag eine Bärengeschichte – mehr dazu unter der Rubrik Bärengeschichten. Die nächste Session des kantonalen Parlaments findet vom 5. bis 15 September 2016 statt, die letzte Session des laufenden Jahres steigt dann vom 21. November bis 1. Dezember 2016.

GROSSRATSPRÄSIDENT CARLOS REINHARD: DIE WAHL
Am Montag, 30. Mai 2016, wurde der Thuner Unternehmer Carlos Reinhard um 14.20 Uhr im Rathaus Bern mit 142 von 144 gültigen Stimmen zum neuen Grossratspräsidenten 2016/17 gewählt. Das Leitmotto des höchsten Berners für sein Amtsjahr lautet: Schneller als man denkt. Damit steht nicht nur eine effiziente und nachhaltige Amtsführung im Mittelpunkt – es ist auch ein Signal für einen dynamischen Kanton Bern, in welchem eben manches schneller geht als viele denken…

FESTAKT ZU EHREN DES HÖCHSTEN BERNERS: IN THUN
Am Donnerstag, 2. Juni 2016, wurde Grossratspräsident Carlos Reinhard in Thun als höchster Berner gefeiert. Nach dem grossen Festakt auf dem Thuner Rathausplatz mit Reden des Stadtpräsidenten, der Regierungspräsidentin, des FDP-Fraktionschefs und des Neugewählten ging es nach Hörnli & Ghackets für die Bevölkerung zum Apéro in den Schadaupark, danach stieg im KKThun das grosse Festbankett. Mit dabei: Künstler Gerhard Tschan, die Thunerseespiele und die White Sox Jazz Band. Auch Nationalratspräsidentin Christa Markwalder war zugegen – und überbrachte als höchste Schweizerin die besten Wünsche aus dem nationalen Parlament.



Carlos Reinhard

«Stehe mit beiden Beinen auf dem Boden»

Ich stehe mit beiden Beinen auf dem Boden. Ob als Unternehmer einer Grosswäscherei mit Sitz in Thun und Uetendorf oder privat als Vater von Tochter Michelle (19) und Sohn Raffael (16). 1972 in Steffisburg aufgewachsen, absolvierte ich nach der obligatorischen Schulzeit eine Lehre als Textilpfleger. 1991 stieg ich in den elterlichen Grosswäscherei-Betrieb ein, in welchem ich 1994 nach verschiedenen Weiterbildungen die Firmenleitung übernehmen durfte. Seit 2014 und der Übernahme der Reinhard Holding AG bin ich alleiniger Besitzer und Gesamtverantwortlicher der REINHARD. Grosswäscherei Reinhard AG. Neben der Familie und dem Pflegen von Freundschaften nimmt bei mir der Sport einen hohen Stellenwert ein. Ich spiele Golf, fahre Mountainbike, schwimme und liebe Wandern in den Bergen. Zu meinen weiteren Freizeitbeschäftigungen gehören Literatur und Musik.

Lebenslauf per pdf

Der Unternehmer

«Ja, ich wasche schmutzige Wäsche»

Habe ich Sie irritiert? Keine Sorge: Das gilt natürlich nur für meine Grosswäscherei. Da wird bekanntlich keine saubere, sondern nur schmutzige Wäsche gewaschen. In dritter Generation steht die REINHARD. Grosswäscherei Reinhard AG für schonende Wäschepflege, für Zuverlässigkeit und höchste Qualität. Begonnen hat alles im Jahr 1930 in Bern, als diverse Lebensmittel-Kaufhäuser nach Wäscheservices verlangten. Später, während den Boom-Jahren der Haushalt- und Waschmaschinen, orientierte sich unser Familienunternehmen neu und setzte auch auf Waschdienstleistungen für Hotel- und Gewerbebetriebe. In den 1960er-Jahren kam die Mietwäsche dazu; bzw. das Leasingangebot für Berufskleider. Mit der Eröffnung des neuen Hauptsitzes in Uetendorf im Jahr 2014 gilt das Unternehmen heute als einer der modernsten und leistungsfähigsten Familienbetriebe der Schweiz. Neben der gesamten Berufskleider-Kompetenz mit Beschaffung, Miete, Instandhaltung und Lagerung bieten wir im Hauptsitz Uetendorf auch für Unternehmen mit mehreren tausend Mitarbeitern Lösungen an. Am Zweitsitz Thun gilt die Konzentration dem Textilbereich insbesondere für die Bereiche Gesundheitswesen, Hotellerie und Gastgewerbe.

Mehr auch unter www.gwr.ch

Der Politiker

«Nein, ich mache es nicht wegen dem Geld, sondern aus Leidenschaft»

Jetzt staunen Sie? Aber es stimmt: Ich bin primär Politiker, weil ich etwas bewegen will. Ich mache das nicht wegen dem Honorar oder den Sitzungsgeldern. Politik ist für mich Leidenschaft. Ich will etwas bewegen. Und will mitreden und mitentscheiden. Hierzu bin ich bereit, entsprechend Verantwortung zu übernehmen. Im Wissen, dass wer im öffentlichen Scheinwerferlicht steht, unter besonders wachsamer Beobachtung seines moralischen Verhaltens ist. Meine politische Karriere begann 2005, als ich als FDP-Kandidat den Sprung in den Thuner Stadtrat schaffte. Mitglied des Stadtparlaments war ich sieben Jahre, bis 2011. Zwischen 2007 und 2010 präsidierte ich zeitgleich die FDP.Die Liberalen Stadt Thun und war in verschiedenen Kommissionen tätig. Seit 1. Juni 2014 bin ich Grossrat, 2014/2015 wurde ich zum 2. Vizepräsidenten, im Jahr danach zum 1. Vizepräsidenten gewählt. Sie werden Fragen: Wie geht das? Ganz einfach: «Schneller als man denkt.» Weil 2014 die FDP Anspruch auf das 2. Vizepräsidium hatte, wurde ich bereits kurz nach meiner Wahl ins 160-köpfige Parlament von meiner Partei portiert. Als kantonalbernischer «Polit-Rookie» versprach ich, zu beweisen, dass ich das kann. Ich verspreche Ihnen: Als höchster Berner werde ich Berner für alle Bernerinnen und Berner sein.

Das Amtsjahr

Als Grossratspräsident des 160-köpfigen Parlaments leite ich zwischen Juni 2016 und Mai 2017 die Beratungen im Rahmen der Sessionen. Insgesamt sind das fünf Sessionen – am 6. Juni 2017 erfolgt dann der Wechsel des Präsidiums, gleichzeitig verabschiede ich mich mit einer Schlussrede vom Parlament. Während meinem Amtsjahr vertrete ich den Grossrat im und ausserhalb des Kantons. Der Grosse Rat ist die gesetzgebende Behörde (Legislative) und wird alle vier Jahre vom Berner Stimmvolk neu gewählt. Hauptaufgabe des Grossen Rats sind die Gesetzgebung, das Budgetrecht und die Oberaufsicht über die Regierung, die Verwaltung sowie über die Geschäftsführung der obersten Gerichte. Ferner fasst die Legislative Ausgabenbeschlüsse, welche die Finanzkompetenzen des Regierungsrats übersteigen. Er ist ausserdem Wahlbehörde für verschiedene Ämter. Die Sessionen des Grossen Rats sind öffentlich und können via Zuschauertribüne mitverfolgt werden. Die Beratungen werden auch live via Internet übertragen. Somit kann sich jeder Bürger sein eigenes Bild darüber machen, ob mein Motto «Schneller als man denkt» auch wirklich gelebt wird...

Mehr auch unter www.gr.be.ch

Bärengeschichten: Jeden Tag zum Beratungsauftakt im Rahmen der Sessionen erzähle ich als Grossratspräsident nach dem Glockenklang, mit welchem die Sitzung offiziell eröffnet wird, eine Bärengeschichte. Diese werden jeweils auch auf Facebook gepostet – hier. Viel Spass…

Die Auftritte

Es geht «schneller als man denkt» - und schon ist das Amtsjahr wieder vorbei. Das Jahr als Grossratspräsident ist geprägt von zahlreichen Auftritten. Es ist mir ein Anliegen, Ihnen diese transparent zu machen. Interne Sitzungen wie Fraktionen usw. oder kleine Empfänge wird hier auf eine Auflistung verzichtet. Die meisten meiner Reden wird als pdf im Wortlaut hier aufgeschaltet. Wer Interesse und Zeit hat, kann sich gerne durchlesen. Es gilt jeweils das gesprochene Wort. Ebenfalls publiziere ich hier die Medienberichte dazu.

Viel Vergnügen.

  • 12.01.2016, Jungfrau-Zeitung, Als Marketingverantwortlicher will ich mich für den Kanton einsetzen
  • 16.05.2016, Der Bund, Der Senkrechtstarter
  • 18.05.2016, Jangfrau-Zeitung, Eine reine Kyburgstädter Angelegenheit
  • 29.05.2016, Jungfrau-Zeitung, Festakt für Grossratspräsident
  • 30.05.2016, Grossrat, Wahlannahme-Rede
  • 30.05.2016, Regionaljournal, Simon und Reinhard an die Kantonsspitze gewählt
  • 02.06.2016, Empfang Stadt Thun, Feier-Rede auf dem Rathausplatz
  • 02.06.2016, Festbankett, Rede im KK Thun
  • 02.06.2016, Jungfrau-Zeitung, Gewehrfeuer - Taktstöcke und eine Körperfettwaage
  • 03.06.2016, Jungfrau-Zeitung, "Carlos Reinhard will höchster Berner für alle sein"
  • 08.06.2016, Bluewin.ch, "Berner Kantonsparlament verabschiedet Rickenbacher und Perrenoud"
  • 08.06.2016, Grossrat, Verabschiedungsrede Rickenbacher & Perrenoud
  • 08.06.2016, Grossrat, Verabschiedungsrede Grossrat Ammann & Alt-Grossrat Schnegg
  • 08.06.2016, Regionaljournal, (ab 4:40 Min) Baugesetz sowie Verabschiedung der Rergierungsräte
  • 09.06.2016, Grossrat, Verabschiedungen Grossrätinnen Keller und Haudenschild
  • 13.06.2016, Fachzeitschrift TEPS (Textilpflege Schweiz), Interview
  • 16.06.2016, Thun, FDP Thun Wurstessen
  • 17.06.2016, Thun, Europäische Tagung der Parkettindustrie, Grussbotschaft
  • 17.06.2016, Meiringen, 75-Jahr-Feier Militärflugplatz Meiringen, Festrede
  • 19.06.2016, Bern, Empfang Deutsche Botschaft - Bericht Clusterplattform Deutschland
  • 20.-23.06.2016, Bern/Oberland, Empfang und Austausch Delegation Nordrhein-Westfalten
  • 26.06.2016, Thun, Kantonales Turnfest
  • 01.07.2016, Thun, FDP-Gartenfest
  • 04.07.2016, Thun, Rotary Club Thun, Referat/Rede
  • 06.07.2016, Thun, Kino Rex/Jungfrauzeitung
  • 11.07.2016, Thun, Eröffnungsfeier Sommerweiterbildungskurse der swch für Lehrpersonen, Grussbotschaft
  • 14.07.2016, Thun, Seespiele Thun, Premiere
  • 17.07.2016, Kantonales Schwingfest
  • 28.07.2016, National Bern, Schlusskonzert Rekrutenspiel 16-1 / 2016
  • 01.08.2016, Oberdiessbach, 1. August-Festredner, Festrede
  • 03.08.2016, Thun, Lions-Club Thun
  • 04.08.2016, Bern, Eröffnung "The Beef" Welle 7
  • 05.08.2016, Bern, Eröffnung Welle 7
  • 12.08.2016, Bern, TEKO Bern, Eröffnungsrede neue Schulräumlichkeiten
  • 17.08.2016, Wangen an der Aare, Schweizerischer Bauenverband, Ansprache zur Diplomfeier
  • 17.08.2016, Cernier NE: Ouverture de Fête et des Jardins Musicaux et Rénovation de la Grange aux Concerts: Originalrede (franz.) - Rede in Deutsch
  • 18.08.2016, Bern, Besuch beim Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt
  • 18.08.2016, Bern, Besuch Polizeidirektion Kanton Bern
  • 19.08.2016, Thun, FDP Sommerfest
  • 25.08.2016, Burgdorf, Treffen der Parlamentsbüros
  • 27./28.08.2016, Estavayer-le-lac, Eidg. Schwingfest
  • 29.08.2016, Thun, Gewerbeabend Thuner KMU im Rahmen der OHA 2016 - Grusswort
  • 30.08.2016, Thun, Treffen der Thuner Grossräte
  • 31.08.2016, Gümligen, FDP Kanton Bern Delegiertenversammlung - Grusswort
  • 01.09.2016, Sumiswald. Die Liberalen Emmental, Grussbotschaft
  • 02./03.09.2016, Treffen Parlamentarische Gruppe in Delémont
  • 02.09.2016, Thun, Wacker Thun, Anwurf
  • 03.09.2016, Gemeinde Ittigen, Empfang Fabian Cancellara, Rede zur Würdigung
  • 05.09.2016, Sessionsbeginn, Rede zur Sessionseröffnung
  • 06.09.2016, Fraktionsausflug Emmental/Sumiswald
  • 16.09.2016, Interkantonale Konferenz ILK, Begrüssungsrede
  • 30.09.-01.10.2016, Neuenburg, Réunion des Bureaux de Suisse Romande, de Berne et du Tessin Rede deutsch - Rede französisch (Original)
  • 02.-05.10.2016, Bulgarien, Offizieller Besuch, Detailprogramm und Reisebericht folgt
  • 11.10.2016, Besuch bei der spanischen Botschaft anlässlich des Nationalfeiertages von Spanien
  • 13.10.2016, FDP Heimberg, Podium mit Hansjürg Käser
  • 26.10.2016, Delegiertenversammlung KMU Bern
  • 27.10.2016, Thun, Zusammenkunft ehemaliger Grossrats-Präsidenten auf Einladung GRP Reinhard Rede
  • 28.10.2016, Liestal, Interparlementarische Kommission NWS
  • 28.10.2016, Bern, Besuch beim Ständerat
  • 28.10.2016, Bolligen, Besuch der FDP Sektion Lyss
  • 02.11.2016, FDP Kanton Bern Delegiertenversammlung
  • 03.11.2016, Wirtschaftstreffen Volkswirtschaft Berner Oberland
  • 04.11.2016, Uri, Zusammenkunft Kantonspräsidien 2016
  • 09./10.11.2016, Strassbourg / Besuch EU Thema "Direkte Demokratie"
  • 11.11.2016, Bern, Offizielle Eröffnung "Fürstliche Sammlung Liechtenstein"
  • 12.11.2016, Region Bern, Kadertagung FDP Kanton Bern
  • 12.11.2016, Bern, Delegiertenversammlung Kantonal-Musikverband BKMV, Grussbotschaft
  • 14.11.2016, Bern, KMU Gewerbekammer
  • 15.11.2016, Spiez, Treffen Oberländerrat
  • 21.11.2016, Sessionsbeginn, Eröffnungsrede
  • 25.11.2016, Thun, Jahresrapport Lehrverband Logistik, Grussbotschaft
  • 26.11.2016, Thun, FDP Schweiz, Delegiertenversammlung, Begrüssungsrede
  • 26.11.2016, Basel, Parlament-Treffen der Präsidien inkl. Vertreter aus Deutschland
  • 28.11.2016, Bern, Zibelegring / Ziebelemärit
  • 30.11.2016, Bern, Abschluss Session. Verabschiedungen von vier Ratsmitglieder
  • 03.12.2016, Thun-Allmendingen Auto-Tempel, Aprés-Ski-Diskussionsrunde, Zeitungsbericht Jungfrauzeitung
  • 03.12.2016, Thun, Herrenabend, Rede
  • 06.01.2017, Brienz, FDP Brienz, Zeitungsbericht Jungfrauzeitung & Rede
  • 07.01.2017, Adelboden, Ski-Weltcup
  • 11.01.2017, Bern, Neujahrsempfang
  • 12.01.2017, Bern, Feier Stadtratspräsidiumswahl
  • 12.-15.01.2017, Wengen, Ski-Weltcup
  • 17.01.2017, Thun, Oberländerrat
  • 21.01.2017, Grossrat-Skitag Lenk
  • 23.01.2017, Sessionsbeginn
  • 23.01.2017, 17:00 Uhr Offizielles Fest für 600 Jahre Rathaus Bern: Programm/Einladung und Festrede
  • 23.01.2017, 19:30 Uhr Seepark Thun, Podium Unternehmenssteuerreform / FDP Stadt Thun
  • 24.01.2017, Empfang Büro Kanton Nidwalden
  • 25.01.2017; Sessionende, Verabschiedung Grossrat Aebersold
  • 26.01.2017, Entlassungsfeier Militär-Offiziere
  • 07.02.2017, Anlass Verkehrsbetriebe STI Thun
  • 16.02.2017, Berner Arbeitgeber-Tag in Bern
  • 23.02.2017, Empfang bei der deutscher Botschaft
  • 24.02.2017, Besuch bei Innocampus Biel
  • 01.03.2017, Bundeshaus Bern, Unternehmeranlass FDP
  • 04.03.2017, Skitag Thuner Stadtrat
  • 08.03.2017, Bern, Frühstücksrunde mit Rede
  • 13.03.2017, Bern, Grossrat KMU-Gruppe
  • 14.03.2017, Spiez, Oberländerrat
  • 17.03.2017, Bern, Museumsnacht
  • 18.03.2017; Thun, Mitgliederversammlung Pink Cross, Begrüssungsrede
  • 20.03.2017, Sessionsbeginn
  • 22.03.2017, Empfang Lions Klub Thun im Berner Rathaus
  • 24.03.2017, Bern Rathaus, Rede anlässlich 600 Jahr-Feier Rathaus Bern, Schlussrede
  • 28.03.2017, Sessionsende, Verabschiedung Grossrat Ueli Jost (Thun)
  • 30.03.2017, Arbeitgeberverband Thun und Oberland, Hauptversammlung
  • 01.04.2017, Schiesssportverband, Delegiertenversammlung, Grusswortbotschaft
  • 03.04.2017, Bern, Osterschoppen Feldschlösschen
  • 05.04.2017, Thun, Hauptversammlung KMU Thun
  • 06./07.04.2017, Thun, Ethikforum
  • 08.-09.04.2017, Grindelwald, Snowpenair
  • 25.04.2017, Kandersteg, Delegiertenversammlung KMU Bern
  • 25.04.2017, Thun, Innenstadtgenossenschaft, Hauptversammlung
  • 26.04.2017, Moutier, FDP Kanton Bern, Delegiertenversammlung
  • 28.04.2017, Bern, Eröffnung BEA
  • 28.04.2017, Bern, Fussballverband Bern-Jura, Jahresversammlung, Grussbotschaft
  • 01.-04.05.2017, Empfang Delegation Landtag Niedersachsen, Tischrede
  • 03.05.2017, Biel, Hauptversammlung HIV Kanton Bern
  • 04.05.2017, Thun, Hauptversammlung FDP Thun
  • 05.05.2017, Thierachern, Treffen Gemeindepräsidenten Kreis Thun
  • 06./07.05.2017, Glarus, Besuch Landsgemeinde, Tischrede
  • 14.05.2017, Bern, Besuch Fussballspiel YB-Luzern
  • 17.-19.05.2017, Besuch in Hannover / Empfang beim Landtag
  • 19./20.05.2017, Thun, Unternehmeranlass
  • 22.05.2017, Bern, Kellerabend / Medienempfang Abschluss Präsidialjahr, Jahresrückblick-Ansprache

Meine nächsten öffentliche Auftritte:

  • 23.05.2017, Interlaken, Trauerfeier Ueli Steck
  • 29.05.2017, KMU Bern
  • 29.05.2017, Jungfreisinn Thun, Tischgespräch
  • 30.05.2017, Utzigen, Einweihungsfeier Neubau Alters- und Pflegeheim Utzigen
  • 31.05.2017, Bern, Empfang bei der Botschaft von Italien
  • 31.05.2017, FDP Kanton Bern, Delegiertenversammlung
  • 06.06.2017, Session / Übergabe Präsidium / Abschlussrede
  • 08.06.2017, Abschlussrede anlässlich Präsidiumsfeier in Spiez
  • 12.06.2017, Wirtschaft Thun, Gründungsversammlung sowie Sommerfest auf dem Thunersee
  • 01.08.2017, 1. August-Ansprache im Oberaargau

Bärengeschichten

Jede Beratung im Rahmen der Sessionen wird nach dem präsidialen Glockenschlag von Grossratspräsident Carlos Reinhard mit einer Bärengeschichte eingeläutet. Zum Abschluss seines Grossratspräsidiums finden Sie nachfolgend alle Kurzgeschichten, welche während fünf Sessionen von Carlos Reinhard verlesen wurden. Mit Beginn der Juni-Session 2017 wechselt das Grossratspräsidium: An diesem Tag wird Carlos Reinhard vor dem Parlament seine Schlussrede halten – gleichzeitig wird es als Abschiedsgeschenk für alle ein Bärenbüchlein geben, in welchem alle Bärengeschichten aus der Präsidialzeit 2016/17 zusammengetragen wurden...

BÄRENGESCHICHTE VOM 29.03.2017: 16:30 Uhr (letzte Bärengeschichte als GRP): Mit dem Glockenschlag habe ich eben meine letzte Beratung als Präsident des Grossen Rates 2016/17 eingeläutet. Es ging schneller als man denkt. Während zehn Monaten stand unser Wappentier im Mittelpunkt. Mit dem Motto Schneller als man denkt habe ich dem Bär Beine gemacht. Und Ihnen mit rund 40 Bärengeschichten den einen oder anderen Bären aufgebunden. Jetzt ist es Zeit, Ihnen zu danken: Als «Tanzbär» haben Sie mir das Leben in den letzten zehn Monaten einfach gemacht. Mit Ihrer Disziplin haben Sie mir nicht nur einen Bärendienst erwiesen, sie haben mich auch bärenstark gemacht. Im Rahmen der Beratungen sahen wir am Rednerpult auch mal den einen oder anderen Bären: Vom Brummbär über den Kragenbär, vom Zottelbär bis zum Zirkusbär oder vom Lippenbär bis zum Nasenrümpfbär war alles da, was (Bären-)Rang und Namen hat. Zeit also, dass ich meine 160 Bären nun wieder in die Freiheit entlasse. Verbunden mit dem aufrichtigen Dank für ein bärenstarkes und unvergessliches Jahr. Ich werde diese Erfahrung nie vergessen. Danke, dass Sie mir die Chance gegeben haben. Danke, dass Sie mein Motto mitgelebt haben.

BÄRENGESCHICHTE VOM 28.03.2017: 09:00 Uhr: Bärenstark und schneller als man denkt sind wir Berner auch in der Küche. Bei zwei Gerichten haben wir definitiv die Nase vorne: Bei der Berner Platte und der Berner Rösti. Wer das traditionelle Berner Fleischgericht oder den gold-braun gebratenen Klassiker in einem «Bären» geniesst, macht alles richtig. Bei der Berner Plattte gehören Rindfleisch, geräucherte Schweins- und Rindszunge, Bauernspeck, Rippli, Schüfeli, Gnagi Zungenwurst und Markbein ebenso dazu wie wacholdergewürztes Sauerkraut, Dörrbohnen und Salzkartoffeln. Bei der Rösti wusste schon Gotthelf sie zu schätzen. Interessant: Für viele gibt es offenbar den Röstigraben – für die Rösti selber aber nicht: Man schätzt sie nämlich in der Deutschschweiz genauso wie in der Romandie. Ob das beim Zürcher Geschnetzeltes auch so ist: Nun, lassen wir das mal offen…

BÄRENGESCHICHTE VOM 27.03.2017: 13:30 Uhr: Wer kennt sie nicht: Die Bärenbilder von den Wasserfällen, wo Grizzlies in grosser Zahl den Kampf der Lachse über die Stromschnellen beobachten und sich dabei satt fressen. Grizzlies wissen genau, wann die Lachse kommen. Sie versammeln sich dann scharenweise an den besten Fangplätzen, um richtig Beute zu machen. Meist passiert das von Juni bis Oktober. Die Angelmethoden sind unterschiedlich: Die trägen Bären warten unterhalb des Wasserfalls und langen dann im fischgefüllten Becken einfach zu. Andere rennen wild durchs Wasser. Ganz sportliche stehen oberhalb der Fälle – und krallen sich den Lachs, der den Wasserfall hinaufschnellt, im Flug. Und die faulen Grizzlies? Die warten am liebsten neben den sportlichen und hoffen, dass ihnen ein Lachs schneller als man denkt direkt ins offene Maul fliegt…

BÄRENGESCHICHTE VOM 23.03.2017: 13:30 Uhr: Wer dem Wappentier mal live begegnet, sollte ein paar Tipps kennen: Bären haben einen ausgesprochen guten Geruchssinn. Campingplätze sind eine Art Feinkostladen für die Allesfresser – insbesondere Lebensmittel und Abfälle. Persönliches Gepäck sollte mindestens 50 Meter vom Zeltplatz entfernt deponiert werden. Grundsätzlich gilt für den Menschen: Kein Kontakt mit Bären. Kommt es anders als man denkt, hilft pfeifen, singen oder lautes Reden. Viele Bärenkenner schwören zudem auf das Glöckchen, welches am Rucksack klingelt und so beim Wandern für Lärm sorgt. Weicht ein Bär beim direkten Kontakt nicht von der Stelle, heisst es: Ruhe bewahren. Auf keinen Fall sollte man wegrennen. Vielmehr langsam rückwärts gehen und dabei laut sprechen. Sonst droht Unheil – und das schneller als man denkt. Denn Meister Petz gewinnt in der Regel immer.

BÄRENGESCHICHTE VOM 23.03.2017: 09:00 Uhr: Big bad Bears: Das steht für die Spieler des Schlittschuhclub Bern – den amtierenden Schweizermeister. Die grossen bösen Bären kämpfen heute abend im zweiten Playoff-Halbfinal auswärts gegen den HC Lugano. Hoffen wir, dass wir den Finalisten von 2016 dieses Jahr schon im Halbfinal in die Ferien schiessen – dann rückt die Titelverteidigung näher. Nehmen wir die Big bad Bears kurz auseinander – wir stellen fest: Die sind gar nicht so big wie allgemein angenommen. In Sachen Körpergrösse und Gewicht sind uns die Tiger aus dem Emmental überlegen. Bad sind wir auch nicht: Die gefürchtesten Checker der Liga kommen nämlich nicht aus Bern. In einem aber sind die Bears unschlagbar: Sie sind hungrig. Deshalb würde es nicht wundern, wenn im Final die Bären den Steinbock an den Hörnern packen – und die SCB-Spieler ihrem Namen als Big bad Bears schneller als man denkt wieder gerecht werden.

BÄRENGESCHICHTE VOM 22.03.2017: 13:30 Uhr: Kennen Sie David Bittner? 1977 in Bern geboren und im Saanenland aufgewachsen, studierte an der Universität Bern Biologie. Seine Dissertation beschäftigte sich mit der Evolution der Felchenarten in den drei grossen Berner Seen und unter anderem auch mit im Thunersee beobachteten und bislang unerklärlichen Deformationen der Geschlechtsorgane. 2010 erhielt er für sein Wirken den Berner Umweltforschungspreis. Seit 15 Jahren reist er durch Alaska und beobachtet dort Braunbären. Seine Fotos und seine Filme aus der Wildnis sind ganz grosses Kino. Charaktervolle Bären wie Luunie, Luna, Balu und Bruno sind ihm schneller als man denkt ans Herz gewachsen. Mit seiner Wissenschaft und dem Medium Film setzt er sich jeden Tag für den Schutz und den Erhalt der Bären ein. Kein Zufall, ist David Bittner ein Berner. Kein Wunder, sorgt einer von uns weltweit für bärenstarke Begeisterung rund um Meister Petz…

BÄRENGESCHICHTE VOM 22.03.2017: 09:00 Uhr: Heute gibt es wieder einmal eine klassische Bärengeschichte: Es geht um den grössten Bären der Welt. Ich binde Ihnen hier keinen Bären auf – der «Ursus arctos middendorffi», auf deutsch Kodiakbär, ist tatsächlich neben dem Eisbär und dem Kamtschatka-Bären das grösste lebende Raubsäugetier der Erde. Kodiakbären, eine Unterart der Braunbären, leben an der Südküste Alaskas – auf Kodiak Island, im Nordpazifik. Die Männchen können bis zu drei Meter gross werden – bei einem Körpergewicht von bis zu einer Tonne. Durchschnittlich wiegen männliche Kodiakbären aber rund 400 Kilogramm, Weibchen ca. 210 Kilogramm. Heute wird die Population der Kodiakbären auf ungefähr 3000 Tiere geschätzt. Sie stehen unter dem Schutz des Staates und werden nur unter Beachtung von strengen Richtlinien gejagt.

BÄRENGESCHICHTE VOM 21.03.2017: 13:30 Uhr: Vielleicht muss ich nach meinem Präsidialjahr den Bären als Berner Wappentier weiter fördern. Mit dem Ende der Bärengeschichten könnte ich ja einen Berner Bärentag ins Leben rufen. Kleinbasel hat ihn schon: Immer am 12. Januar jedes Jahres ist dort der Bär los. Höhepunkt ist immer das mittagliche Bärenmahl in der Kaserne, wo sich Menschen aus x-Kulturen und verschiedenen Religionen treffen, den friedlichen Aufstand gegen Vorurteile und Ignoranz proben und die freie Sicht auf ihren Tischnachbar geniessen, weil sie ja nicht mit einem Brett vor dem Kopf tafeln. Das wirkt schneller als man denkt Wunder. Vielleicht mache ich sowas auch mal, hier im Rathaus. Einmal im Jahr, mit multikulturellem Essen, gehaltvollen Reden, musikalischen Beiträgen und vielen Überraschungen der schrägen Art. Ausser einem Bärenhunger muss niemand was mitbringen. Das wäre doch was, oder?

BÄRENGESCHICHTE VOM 21.03.2017: 09:00 Uhr: Von Fröschen, Kröten und Molchen: Als ich die Event-Anzeige des Tierparks Bern für übermorgen Donnerstag im Dählhölzli las, musste ich lachen. Wir haben im Parlament ja auch gelegentlich Frösche – nebst vielen tollen Hechten. Kröten müssen wir auch schlucken – mehr als man denkt und oft schneller als man denkt. Molche sind schnell und wendig. Wenn sie einmal losstürmen, sind sie kaum noch zu bremsen. Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Hatten wir doch auch schon, hier im Saal – oder täusche ich mich da? Anyway: Wer rund um Frösche, Kröten und Molchen mehr erfahren will, soll am Donnerstag abend – sofern es zeitlich geht – ins Dählhölzli. Wichtig zu wissen: Es ist keine politische Veranstaltung mit schwimmenden, kriechenden und herumstürmenden Politikern. Es geht um einheimische Amphibien…

BÄRENGESCHICHTE VOM 20.03.2017: 13:31 Uhr: Schneller als man denkt sind wir zurück im Rathaus. Hier, wo vor rund 70 Stunden Museumsnacht war. Es weibelte, in der Rathaushalle. Auch der Grossratssaal war voll – und natürlich die Wandelhalle. Das Publikum war auch auf Tuchfühlung mit der Regierung im Regierungsratssaal. Kurz: Im Rahmen von 600 Jahre Rathaus Bern war die «Nacht der Nächte» ein voller Erfolg. Auch ohne uns. Obwohl ich weiss, dass einige ja da waren – aber ausnahmsweise nicht in parlamentarischer Funktion. Kein Wunder, war die Rathauskeller-Bar und die Cafeteria Rathaushalle so gut besucht – aber lassen wir das. Umsatz muss sein. Auch bei uns, zu später Nachtstunde. Der Winterschlaf ist endgültig vorbei. Nicht nur für uns – auch für die Berner Bären. Finn, Ursina und Berna nehmen gelegentlich schon wieder ein Bärenbad in der Aare. Es ist Frühling. Geniessen Sie es – trotz voraussichtlichen zehn Tagen Ratsbetrieb. Ich wünsche Ihnen und uns allen einen guten Start in die März-Session.

BÄRENGESCHICHTE VOM 25.01.2017: 11:00 Uhr: Schneller als man denkt ist auch wieder in den Strassen und Gassen der Bär los. Oder: Die Fasnacht hält bereits wieder überall Einzug. Diese Woche ist Thun dran: In meiner Heimatstadt heisst es am Donnerstag abend: Ichüble. Dieses Jahr unter dem Motto «Thun goes Hollywood». Für Grossratskollegin Marianne Dumermuth und unsere beiden Grossräte Raphael Lanz und Peter Siegenthaler ist es also eine lockere Woche: Als Vertreter der Thuner Stadtregierung haben sie ab Donnerstag abend frei – denn die Narren übernehmen vor dem Rathaus Thun das Zepter. In Bern dauert es noch einen Moment, bis die Bären befreit und in der Bundesstadt der Bär los ist: Die Berner Fasnacht steigt erst am ersten März-Wochenende. Aber auch das geht schneller als man denkt…


BÄRENGESCHICHTE VOM 23.01.2017: 09:00 Uhr: Schneller als man denkt sind wir im neuen Jahr. Und damit zurück im Ratsbetrieb. Und bei den Bärengeschichten. Heutiges Thema: Die Kälte. Dank raffiniertem Winterschlaf haben Bären kein Problem mit arktischen Temperaturen. Sie heizen sich in ihren Höhlen regelmässig selber auf, indem sie einfach ihren Körper und ihre Muskeln zittern lassen. So gaukelt der Organismus des Bären Knochen und Muskeln vor, dass sie ständig in Gebrauch sind. Dadurch wird keine Muskelmasse abgebaut. Kein Wunder werden Bären im Winterschlaf gelegentlich als ultimative «couch potatoes» bezeichnet. Interessant: Während des Winterschlafs haben Bären keinen Appetitt. Würde man ihnen Futter anbieten, sie würden keinen Bissen nehmen. Man stelle sich das mal bei uns vor: 160 Grossräte im Winterschlaf – ohne über Weihnachten und Neujahr zu essen. Der Saal wäre wohl jetzt leer, würden wir nach der Uhr des Bären ticken – und aufs Futtern gänzlich verzichten. In diesem Sinne: Weiterhin e guete u e gute Tag…

BÄRENGESCHICHTE VOM 30.11.2016: 09:00 Uhr:Die letzte Bärengeschichte im 2016: Zum Abschluss der Wintersession des Grossen Rates des Kantons Bern liefere ich Ihnen ein paar Geschenk-Ideen für Weihnachten: Rund um den Bären gibt es da zahlreiche Möglichkeiten. Beispielsweise und passend bis Heiligabend, der Adventskalender-Bär – ein tolles Buch für Kinder. Oder der «Sprechende Adventskalender», wo bei jedem Törchen, das geöffnet wird, ein Bär eine Kurzgeschichte erzählt. Oder «Der kleine Bär und der schöne Schneemann» oder die «Bärige Weihnacht» – auch Bücher, die herzzerreissend sind. Aber ich denke, nach einem halben Jahr sind Sie womöglich froh, in bärenfreie Zeiten abtauchen zu können. Aber freuen Sie sich nicht zu früh: Pünktlich zur Frühjahrs-Session werde ich Ihnen das Berner Wappentier wieder näherbringen – mit den nächsten Bärengeschichten. In Bern gehört das einfach dazu. Und ich bin sicher, dass die eine oder andere Episode auch Horizonterweiterung ist. In diesem Sinne: Bärenhaft-schöne Weihnachten und schon jetzt einen guten Rutsch ins neue Jahr.

BÄRENGESCHICHTE VOM 29.11.2016: 09:00 Uhr: Mit den Bärengeschichten wurde ja schon mancherlei Bär vorgestellt. Auch Exoten, wie beispielsweise der Glatz-Mandelbär, der Haribo-Gummibär, der Plüsch-Teddybär oder Winnie der Puh. Einen Bären habe ich bis jetzt bewusst unterschlagen: Den Goldbären – jener des bekannten Schweizer Schokoladenherstellers. Ihn gibt’s zur Zeit in Goldfolie verpackt und mit rotem Halsband versehen auf fast allen Weihnachtsmärkten, an den Kiosken oder in Kaufhäusern. Der Lindt-Teddy ist eine Art saisonaler Bruder des Goldhasen: Dieser sorgt jeweils an Ostern für Furore. Gut zu wissen für die bevorstehende Festzeit: Den Goldbären gibt es in unzähligsten Festtags-Variationen. Entscheidend ist hierbei weniger der Preis – als vielmehr die Kalorien. Laut Fettrechner schlägt der Mini-Teddy mit seinen 50 Gramm mit 285 Kalorien deutlich weniger zu Bauche als der 2000 Gramm schwere Weihnachtsbär: Da sprechen wir bereits von 11'400 Kalorien. Ich überlasse es also Ihnen. Aber denken Sie daran: Der Bauch wächst schneller als man denkt…

BÄRENGESCHICHTE VOM 28.11.2016: 09:00 Uhr:Schneller als man denkt ist es wieder soweit: Heute ist Zibelemärit. Auch da ist Meister Petz präsent. So gibt es in der Bären-Bar den Bären-Burger, an den Marktständen den Bären Zopf und im Schweizerhof wird der «Bäredräck-Preis» verliehen. Getreu dem Motto: Morgenstund hat Bärendräck im Mund… Damit Sie in der Bärenstadt Bern vor lauter Zwiebeln und Konfettiregen den Überblick behalten, müssen Sie wissen: Zwiebeln gelten als Geheimnis der Vitalität und Stärke. Und bis heute hat sich der Ruf der Zwiebel als Lebenselixier erhalten. Und ein erstaunliches Heilmittel ist sie auch: So können Zwiebeln unter anderem den Zuckerstoffwechsel und den Cholesterinspiegel beeinflussen. Sie sehen: Zwiebeln wirken schneller als man denkt. Denken Sie am nächsten Montag daran.

BÄRENGESCHICHTE VOM 23.11.2016: 13:31 Uhr: Wie schaffen es Bären eigentlich, den Winter zu überstehen, ohne aufs Klo zu gehen? Und warum sind sie nach soviel Winterschlaf im Frühling sogleich wieder fit? Nun; Bei der Wahl ihrer Höhle sind Bären anspruchsvoll. Der vier bis sechs monatige Unterschlupf muss gut sein. Interessant: Sie brauchen in dieser Zeit weder Nahrung, noch Flüssigkeit und produzieren dadurch auch keine Ausscheidungen. Und trotzdem verlieren sie kaum an Gewicht und Muskelkraft. Während der Winterruhe sind Atmung und Herzschlag deutlich gesenkt. Die Körpertemperatur beträgt dann nicht mehr 36 sondern nur noch rund 31 Grad. Die Bären können also etwas, was wir Menschen nicht können: Den Stoffwechsel über längere Zeit drastisch verlangsamen. Stellen Sie sich mal vor: Wir dürften über den Winter nichts essen und nichts trinken – und das bei 5 Grad tieferer Körpertemperatur. Unvorstellbar. Was wäre das für eine Wintersession. In diesem Sinne: Schon jetzt Euch allen «E Guete» – bei allem was Sie heute essen und trinken…

BÄRENGESCHICHTE VOM 23.11.2016: 09:00 Uhr: Wann waren Sie zum letzten Mal im BärenPark, unten an der schönen, grünen Aare? Falls dies schon länger her ist, hier ein kurzes Update: Im Berner BärenPark hat der Winter definitiv begonnen. Die drei Bären Björk, Ursina und Finn haben sich in ihre Winterhöhlen zurückgezogen. Draussen sind sie nur noch selten zu sehen. Bis sie wieder zum beliebten Fotosujet werden, dauert es noch ein bisschen: So auf die Frühjahrssession hin dürfte dies erst wieder der Fall sein. Wer dennoch interessiert ist, zu sehen, was unsere drei Berner Bären in der kalten Jahreszeit so anstellen, soll mal auf die WebCam des BärenParks gehen – da kann man die drei Tiere auch bei der Winterruhe beobachten. Spannung sieht zwar anders aus – aber es lohnt sich trotzdem. Bei uns auf der Zuschauertribüne ist ja auch nicht jeden Tag Show garantiert – daher spielt das also keine Rolle.

BÄRENGESCHICHTE VOM 22.11.2016: 09:00 Uhr: Bäredräck: Heute machen wir mal auf «meh Dräck». Wussten Sie, dass man Bäredräck selber herstellen kann? Butter, Zucker, Glukosesirup, Melasse, Weinstein, Lakritzepulver, Pektinpulver, Natron, Salz, Anis und Wasser – fertig ist der Bäredräck. Luftdicht verpackt – wie der schneller als man denkt Bäredräck – den Sie heute auf dem Pult haben, hält er 21 Tage. Lakritz, bestehend aus dem Saft der Süssholzwurzel, ist auch als Heilmittel bekannt – so unter anderem bei der Behandlung von Magen-Entzündungen oder bei Magen-Geschwüren. Dass ich Ihnen heute Bäredräck verteilt habe, hat aber nicht damit zu tun, dass uns die Session auf den Magen schlägt – und Sie nun Heilmittel benötigen. Nein – im Gegenteil: Lakritz gibt auch Energie. Und davon können wir vermutlich die nächsten Stunden nicht genug haben…

BÄRENGESCHICHTE VOM 21.11.2016; 13:30 Uhr: Nach 66 sessionsfreien Tagen sitzen wir – schneller als man denkt – schon wieder im Ratssaal. Seit dem 15. September 2016 ist viel passiert: Die Eidg. Abstimmungen zu «Grüne Wirtschaft», «AHVplus» und «Nachrichtendienstgesetz», der Absturz eines SuperPuma der Schweizer Luftwaffe, die Ernennung der Nobelpreisträger, der Tod des Thailändischen Königs, die Offensive in Aleppo, die sieben Heiligsprechungen des Papstes, die erfolgreiche WM-Quali der Schweizer Fussballer mit vier Siegen in den ersten vier Spielen und natürlich die US-Wahlen. Wenn wir heute mit den Bärengeschichten weiterfahren, ist vor allem eines interessant: Wie Wikipedia die Bären beschreibt – ich zitiere: «Sie haben einen speziellen Körperbau, sind massig und stämmig, mit grossem Kopf, sind Dickschädel, Allesfresser und haben eine langgestreckte Schnauze. Sie haben nicht einziehbare Krallen und krallen sich alles, was ihnen in den Weg kommt.» Zitat Ende. Die Parallelen zum blonden US-Bären sind verblüffend. Oder TRUMPiere ich mich da gerade? In diesem Sinne: Der Bär ist los. Nicht nur in den USA – auch bei uns. Aber hier zum Glück etwas anständiger…

BÄRENGESCHICHTE VOM 13.09.2016, 13:30 Uhr: Im Bärenpark Bern ist derzeit der Bär los: Der Jahreszeit eigentlich nicht entsprechend sind die Bären gerade in Paarungsstimmung. Sonst ist das eher von Mai bis Juni der Fall. Das Männchen Finn sucht aktuell häufig die beiden Weibchen Björk und Ursina auf – und deckt sie regelmässig. Das können Sie nicht nur auf der Webcam des Bärenparks mitverfolgen – so steht es auch auf der Website des Tierparks Bern. Zeit, das vor Ort live anzuschauen, haben wir ja leider aufgrund unserer Agenda nicht. Wussten Sie: Nach 7 bis 8 Monaten Tragzeit bringt eine Bärin ca. 2 bis 3 Jungtiere von je rund 300 Gramm Gewicht zur Welt. Die Jungen sind bei der Geburt blind, öffnen ihre Augen erst nach vier Wochen und werden rund vier Monate gesäugt.Mit 3 bis 4 Jahren werden die Jungbären geschlechtsreif. Ein Weibchen kann bis 10 Mal Junge gebären. In Obhut kann ein Braunbär bis 30 Jahre alt werden.

BÄRENGESCHICHTE VOM 13.09.2016, 09:01 Uhr: Die heutige Bärengeschichte handelt um die Ikone des weltweiten Artenschutzes. Gleichzeitig Symbol des WWF: Den Pandabären. Die Weltnaturschutzunion hat soeben – schneller als man denkt – den Panda von «stark gefährdet» auf «gefährdet» zurückgestuft. Die IUCN gibt jeweils die Rote Liste vom Aussterben bedrohter Tierarten heraus. Zwischen 2004 und 2014 hat die Population von Riesenpandas um 17 Prozent zugenommen. Heute leben vor allem im chinesischen Raum 1864 Pandas in freier Wildbahn, In den 80er-Jahren waren es nur 950. China hat den Schutz der Pandabären zu einem nationalen Anliegen erklärt und lässt hierzu auch immer wieder neue Aufzuchtstationen einrichten, in welchen heute über 200 Tiere leben...

BÄRENGESCHICHTE VOM 12.09.2016, 13:31 Uhr: Schneller als man denkt ist auch das spätsommerliche Wochenende schon wieder vorbei – wir starten in die zweite Herbstsessions-Woche. Beim Grillieren stellte ich mir gestern Sonntag abend die Frage: Rind, Kalb, Lamm, Schwein, Geflügel oder Fisch? Ich entschied mich für Rind. Nun: Früher war das anders. Im Mittelalter und auch noch in der frühen Neuzeit war auch Bärenfleisch ein Thema – als Delikatesse. Der Bär zählte zum Hochwild. Erst erlegt, dann zerlegt. Danach geräuchert oder in Salzlake gekocht, um konserviert zu werden. Besonders beliebt war der Bärenschinken. Oder Bärentatzen: Die galten als ausgesprochene Spezialiät. Nach dem Rückgang der Bärenpopulation wird Bärenfleisch heute nur noch in Osteuropa angeboten. Gut so. Man stelle sich vor, beim Bärengraben gäbe es einen Bärengrill – mit ausschliesslich Bärenfleisch im Angebot – unvorstellbar.

BÄRENGESCHICHTE VOM 07.09.2016, 16:57 Uhr: Wissen Sie, dass der Bär der König der Tiere ist? Davon zumindest waren die Nordvölker überzeugt. In den südlichen Ländern, in Nahen Osten und in Nordafrika, war es dagegen der Löwe. Erst viel später, durch den Einfluss von antiker römischer Kultur und des Christentums, machte der Löwe als Wappentier auch im Norden dem Bären seinen Vorrang streitig. Im Norden aber blieb der Bär unangefochtene Nummer 1. Der Bär galt aber nur als König der Vielfüssler. Die Vögel hatten ihren eigenen König – nicht etwa den Adler, wie vielleicht vermutet, sondern den Zaunkönig. Es waren dann die Gebrüder Grimm, die eine Geschichte vom Krieg zwischen dem König der Tiere und dem König der Vögel überlieferten…

BÄRENGESCHICHTE VOM 07.09.2016, 13:31 Uhr: Der Bär fasziniert den Menschen seit jeher. Für den einen ist es eine unberechenbare Bestie, für den anderen ein Symbol für Schutz und Geborgenheit. Fast jedes Kind hat zu Hause einen Teddybären. Warum? Weil der Teddy dem Kind über Nacht im Bett Schutz und Sicherheit gewährt. Mit ihm unter Decke fühlt es sich sicher. Wird es finster, weil die Eltern das Licht gelöscht und das Kinderzimmer verlassen haben, ist der Teddybär der letzte Beschützer. Bei Albträumen, wenn die Fensterläden knattern oder es draussen blitzt und donnert: Kein anderes Tier weckt so vielfältige Gefühle im Menschen wie Meister Petz. Ob Paddington Bear, Balu aus dem Dschungelbuch, Fozzie Bär aus der Muppet-Show, Käpt’n Blaubär oder Bussi der kleine Bär – der Bär sorgt im TV, in der Werbung, im Film oder als Comic Emotion für Emotionen. Überall auf der Welt. Bei Jung und Alt.

BÄRENGESCHICHTE VOM 07.09.2016, 09:01 Uhr: Die heutige Bärengeschichte habe ich von einem Ratsmitglied bekommen: Von Markus Wenger, EVP: In Jukon gibt es scheinbar eine Bärenspielregel. Begegnet man in der Wildnis einem Braunbären, da sollte man sich tot stellen. Begegnet man einem Schwarzbären, dann sollte man diesen Bären mit einem Stecken in die Flucht jagen. Das Problem ist aber, dass in der freien Natur der Braunbär kaum vom Schwarzbär zu unterscheiden ist. Ist es bei uns in der Politik nicht ähnlich? In der freien Natur erkennt man uns kaum. Wer hingegen im Ratssaal am lautesten bellt, kann problemlos zugeordnet werden. Ich verzichte jetzt hier darauf, eine Parteirangliste auszurufen. Danke, Kollege Markus Wenger für die Geschichte. Ich nehme mit: Wenn ich mal jemanden in die Flucht jagen will, nehme ich einen Stecken…

BÄRENGESCHICHTE VOM 06.09.2016, 09:01 Uhr: Schneller als man denkt sind wir wieder bei den «echten» Bärengeschichten. Der Bär ist ja bekanntlich auch Häuptling in Pflanzenheilkunde. Kein Tier kennt heilende Wurzeln besser als der Bär, da er mit seinen Krallen viele Wurzeln ausgräbt. Kein Wunder, sind die Apotheken und Drogerien voll mit Bären-Balsam: Bärenkraut, Bärentraube, Bärenklee, Bärwurz, Wiesenbärenklau ­– es gib sie in allen Varianten. Falls mal hier im Rat jemand ein Mittel benötigt, weil die Session zu streng oder Sie am Pult an Muskelverspannung leiden: Denken Sie an die Bären-Medizin. Sie hilft schneller als man denkt. Aber bitte nicht verwechseln mit Tiger-Balsam – das ist dann eine andere Geschichte…

BÄRENGESCHICHTE VOM 05.09.2016, 13:35 Uhr - Sessionsbeginn: Schneller als man denkt: Nach 88 sessionsfreien Tagen geht es heute wieder los. Seit dem 10. Juni 2016 ist viel passiert: Fussball-EM in Frankreich, Olympische Spiele in Rio, Terror in Nizza und München, eine Erdbenkatastrophe in Italien, schmutzier Wahlkampf in den USA sowie ein zunehmend instabilerer EU-Raum, mit Unsicherheit in England, Angst in der Türkei und Ungewissheit in Griechenland. Auch im Kanton Bern ist einiges passiert: Meiringen hat einen neuen Schwingerkönig, Bern war Etappenort der Tour de France, in Gstaad wurde Beach Volleyball, Damen- und Herren-Tennis gespielt, auf der Moosegg und auf dem Ballenberg füllte Gotthelf die Theaterbühnen, in Thun sorgte Marilyn Monroe für zuckersüsse Musicalmomente. Leider gab es auch tragische Ereignisse: Viele Unfälle, am Wasser und in den Bergen, und vor einer Woche auch noch der Absturz der F/A-18-Maschine, bei welchem im Sustengebiet der 27-jährige Pilot ums Leben kam. Sie sehen: Es ist viel geschehen. Leider auch viel negatives. Die Zeit vergeht schneller als man denkt – die Ereignisse überschlagen sich. Jetzt ist bei uns hier im Ratssaal wieder der Bär los: Es wartet eine geballte Ladung an Geschäften. Packen wir es an – ich wünsche uns eine gute Herbstsession…

BÄRENGESCHICHTE VOM 09.06.2016, 15.44 UHR - Sessionsabschluss: Morgen Freitag beginnt bei unserem Nachbarn Frankreich die UEFA EURO 2016. In ganz Fussball-Europa ist ab sofort wieder so richtig der Bär los. Büne Huber von Patent Ochsner würde sagen: Wehe, wenn sie losgelassen, all die Unterarm-tätowierten Pussys. Aber lassen wir das… Wenn heute nachmittag die erste Session unter meiner Leitung zu Ende geht, ging das schneller als man denkt. Ich hoffe, dass Euch die 14 Bärengeschichten gefallen haben. Ich freue mich schon jetzt mit Euch auf die September-Session: Bis dann sollten wir ja dann auch wissen, wer Fussball-Europameister geworden ist. Aus der Bärenstadt Bern wird es keiner sein. Aber damit können wir leben. Immerhin wurden ja die Mutzen Schweizermeister im Eishockey. Und übertreiben müssen wir ja nicht gleich…

BÄRENGESCHICHTE VOM 09.06.2016, 09.01 UHR: Meine liebsten Bären sind eigentlich gar keine Bären. Ja, ich gebe es zu. Für mich ist Mutz der Grösste: Der luftig, weiche Botschafter aus Bern – in Form eines Mandelbärli. Es gibt ihn in Original, mit Cappuccino-, Zitronen-, Pistache- Erdbeer-, Irish-Cream- oder Chocolat-Geschmack. Und wurde zum 125-Jahr-Jubiläum der Beck Glatz Confiseur AG Bern erfunden. Seither hat auch dieser Bär eine beispiellose Karriere hinter sich – und begeistert jung und alt gleichermassen. Auch Grossrätinnen und Grossräte sind bekanntlich Schleckmäuler. Deshalb habe ich mich entschieden, Euch heute im Rahmen des letzten Sessionstages einen Berner Mandelbären zu offerieren. Ich wünsche Ihnen schon jetzt «E Guete»…

BÄRENGESCHICHTE VOM 08.06.2016, 09.02 UHR: Nach den Berner Sennenhunden und den Bernhardinern fragt man sich: Warum gibt es eigentlich keine Gotthardiner? Beim 9 Millionen Franken teuren Eröffnungsfest «Gottardo 2016» war ja letztes Wochenende so richtig der Bär los – aber trotzdem kein richtiger Bär vor Ort. Hätten die Fest-Organisatoren den 57 Kilometer langen Basistunnel mit Bären gefüllt, hätten 19'000 darin Platz gefunden – bei einer durchschnittlichen Körperlänge von 3 Metern pro Bär. In Alaska gibt es rund 20'000 Braunbären – der US-Staat hätte also gerade aushelfen können. Die weltweite Gesamtpopulation des Braunbären beläuft sich derzeit auf rund 200'000 Tiere.

BÄRENGESCHICHTE VOM 07.06.2016, 13.31 UHR: Der Lieblingssport vieler Berner, das Schwingen, sagt viel über ihren bärigen Charakter aus. Schwingen ist ein alt-alemannischer Bauern-Ringkampf, bei dem sich zwei stämmige Kolosse versuchen, sich ins Sägemehl zu werfen. Wer seinen Gegner auf den Rücken legt, gewinnt. Kein Wunder, ist es oft der «Bärengriff», der den Ringkampf entscheidet und den Sieger einen Muni gewinnen lässt. Sie sehen, liebe Grossrätinnen und Grossräte: Im Schwingen ist es wie bei uns im Parlament: Die ganz Bösen sind eigentlich gar nicht boshaft. Ausser sie werden gereizt – dann wechseln sie auf wild und furchtlos – und zwar schneller als man denkt. Oder täusche ich mich da gerade?

BÄRENGESCHICHTE VOM 07.06.2016, 09.02 UHR: Der Berner Bär ist übrigens nicht mit seinem eher schwindsüchtigen Berliner Cousin zu vergleichen. In Deutschlands Hauptstadt dient er nur noch als Wappentier – oder wird als Filmpreis verliehen. Von wegen Seelenstimmung der Bevölkerung – das ist bei uns in Bern ganz anders. Wir lieben den Bären. Wir leben den Bären. Mit dickem, runden Schädel, unserem «Bärner Gring», auf den wir so stolz sind. Als Beispiel für die Qualität unseres Dickschädels, sei die Geschichte vom lebensmüden Berner erwähnt, der sich einst vom Turm des Münsters stürzte. Beim Aufprall seines Schädels passierte nichts weiteres, al dass das Kopfsteinpflaster zersplitterte. Alles klar?

BÄRENGESCHICHTE VOM 06.06.2016, 13.31 UHR: Steigt in Rom beim Konklave hinter der Sixtinischen Kapelle weisser Rauch auf, bedeutet das im Vatikan: Habemus Papam – ein Papst büxt aus. Heisst es bei uns in der Schweiz Habemus Ursus, dann büxte irgend ein Bär aus einem Zoo aus. In Bern ist das Risiko, dass das Wappentier aus dem Bärenpark ausbricht, gering. Aber manchmal geht es schneller als man denkt. Bleiben wir also wachsam. Vor allem im Wissen, dass ein Bär – falls er mit 60 Stundenkilometern durch Berns Gassen prescht – zwischen Bärenpark und Rathaus weniger als drei Minuten braucht…

BÄRENGESCHICHTE 5 VOM 02.06.2016, 13.31 UHR: Bären sind wie Politiker: Sogenannte Allesfresser. Sie dinieren aber weniger in der Harmonie, im Commerce oder im Schweizerhof – sondern draussen in der freien Natur. Je nach Art und Jahreszeit konsumieren sie in unterschiedlichem Ausmass pflanzliche und tierische Nahrung. Früchte und andere Pflanzenteile machen bei vielen Bärenarten einen Grossteil der Ernährung aus; ergänzt von Insekten, Larven oder kleinen Wirbeltieren wie Fische oder Nager. Panda-Bären hingegen fressen fast ausschliesslich Bambus. Und Eisbären nur Fleisch. Alles andere ist auch bei ihnen Beilage.

BÄRENGESCHICHTE 4 VOM 01.06.2016, 17.01 UHR: Man muss nicht nach Hokkaido oder Alaska reisen, um dem Bärengeist zu begegnen. Den lebendigen Bärenkult gibt es auch in der Schweiz. Bären, überall Bären. Der schwarze Mutz mit langer, roter heraushängender Zunge ist überall anzutreffen – auch in Bern: Als Schildwache an öffentlichen Gebäuden, an Wände gepinselt, in Dachgiebel geschnitzt oder als Brunnenwächter. Bern und der Bär: Das gehört zusammen. Deshalb: Wann immer Sie dieses Jahr schneller als man denkt unterwegs sind, machen Sie Halt im Bären. Sie erkennen es am Wirtshausschild, wo unser Wappentier auf goldgelber, honigfarbigem Grund über ein rotes Feld läuft. Na dann Prost.

BÄRENGESCHICHTE 3 VOM 01.06.2016, 13.32 UHR: Bern und der Bär: Überall ist er in irgend einer Form anzutreffen. So unweit des ethnologischen Seminars, wo er in der mittelalterlichen Kramgasse geharnischt über einem Brunnen thront. Oder über dem Torbogen des Zytglogge-Turms, wo er zu jeder vollen Stunde beim Glockenschlag bewaffnet aus einer kleinen Tür hinaus kommt. Und wer über die kopfsteingepflasterten Strasse hinunter zur Nydeggbrücke läuft, entdeckt ihn lebend im Bärenpark. Selbst wortfaule Berner reden dort mit unserem Wappentier. Oft sind es liebevolle Zwiegespräche ­– fast als sprächen sie mit ihrem Inneren selbst. Soviel Liebe und Zuneigung: Gibt es das bei uns im Grossrat auch?

BÄRENGESCHICHTE 2 VOM 01.06.2016, 09.07 UHR: Die Familie der Bären umfasst insgesamt acht Arten – es sind dies der Schwarzbär, Kragenbär, Braun- oder Grizzlybär, Eis- oder Polarbär, Brillenbär, Lippenbär, Malaienbär und der Grosse Panda. Nicht zur offiziellen Bärenfamilie gehört – wie gelegentlich wegen der Haribo-Werbung vermutet wird – der Gummibär. Auch der Teddybär oder Winnie de Puh gehören nicht zur Bärenfamilie. Wie ebensowenig der Koala-Bär. Der faulenzt lieber bzw. schläft sich auf Australiens Eukalyptus-Bäumen aus. Und geniesst – ganz im Gegensatz zu uns Grossrätinnen und Grossräten – das Nichtstun…

BÄRENGESCHICHTE 1 VOM 31.05.2016, 09.04 UHR: Bären sind schneller als man denkt: Trotz Körpergewicht von bis zu 800 Kilogramm können sie unglaublich schnell rennen. Braunbären auf Kurzdistanzen sind mit bis zu 60 Stundenkilometern unterwegs. Ein Eisbär wurde einmal bei Tempo 70 erfasst. Zum Vergleich: Nicht einmal der jamaikanische Sprint-Superstar Usain Bolt kann mit einem Bären mithalten. Bolt sprintet nur gerade mal mit 40 Stundenkilometer über die Bahn. Aber zurück zum Bären: Normalerweise tapst Meister Petz bedeutend ruhiger durch die Gegend – mit drei bis fünf Stundenkilometern nämlich…


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Grossratspräsident 2016/2017
Parlamentsdienste des Grossen Rates des Kantons Bern
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