1. AUGUST FEIERLICHKEITEN ALS ENDE DER SOMMERFERIEN

Ruhig war es schon ein weniger im Juli. Nicht so ruhig, dass gar nichts gelaufen wäre - einfach viel weniger. Doch mit der 1. August-Feierlichtkeiten ist das Sommerloch definitiv zu Ende. Die Agenda ist wieder gut gefüllt. Meine 1. August-Ansprache durfte ich im schönen Oberdiessbach halten. Ich war beeindruckt von der grossen Teilnehmerzahl und vom Engagement. Am "Lampion-Umzug" haben sehr viele Familie mit ihren Kindern mitgemacht. Dabei haben nicht nur die Laternen - schon auch viele Kinderaugen geleuchtet. Unter "Auftritte" kann meine 1. August-Ansprache nachgelesen werden.

SEPTEMBER-SESSION: EMOTIONALE THEMEN VORHANDEN

Traktandenmässig werden in dieser Session vor allem folgende Geschäfte zu reden geben:
-Kredite für archäologische Rettungsgrabungen in Kallnach (Challnechwald) und Nidau (Agglolac)
-Projektierungskredite für Verkehrssanierungen Burgdorf – Oberburg – Hasle sowie Aarwangen – Langenthal Nord
-Kredite für Planung und Realisierung von Halteplätzen bzw. Transitplätzen für schweizerische und ausländische Fahrende
-Kredit für die Asylsozialhilfe
-Änderung Wassernutzungsgesetz

Darüber hinaus werden wir zahlreiche Vorstösse und Kreditgeschäfte behandeln. Die neuen Regierungsräte Ammann und Schnegg werden ihre erste Auftritte als Direktionsvorsteher haben. Ich wünsche bereits jetzt viel Erfolg!

JUNI-SESSION ZU ENDE: EIN VOLLBEPACKTES PROGRAMM

Am Donnerstag, 9. Juni 2016, ging die erste Session unter Grossratspräsident Carlos Reinhard im Berner Rathaus zu Ende. Die 160 Grossrätinnen und Grossräte hatten ein vollbepacktes Programm. Jeden Tag, bei Beratungsbeginn, erzählte der höchste Berner nach dem Glockenschlag eine Bärengeschichte – mehr dazu unter der Rubrik Bärengeschichten. Die nächste Session des kantonalen Parlaments findet vom 5. bis 15 September 2016 statt, die letzte Session des laufenden Jahres steigt dann vom 21. November bis 1. Dezember 2016.

GROSSRATSPRÄSIDENT CARLOS REINHARD: DIE WAHL

Am Montag, 30. Mai 2016, wurde der Thuner Unternehmer Carlos Reinhard um 14.20 Uhr im Rathaus Bern mit 142 von 144 gültigen Stimmen zum neuen Grossratspräsidenten 2016/17 gewählt. Das Leitmotto des höchsten Berners für sein Amtsjahr lautet: Schneller als man denkt. Damit steht nicht nur eine effiziente und nachhaltige Amtsführung im Mittelpunkt – es ist auch ein Signal für einen dynamischen Kanton Bern, in welchem eben manches schneller geht als viele denken…

FESTAKT ZU EHREN DES HÖCHSTEN BERNERS: IN THUN

Am Donnerstag, 2. Juni 2016, wurde Grossratspräsident Carlos Reinhard in Thun als höchster Berner gefeiert. Nach dem grossen Festakt auf dem Thuner Rathausplatz mit Reden des Stadtpräsidenten, der Regierungspräsidentin, des FDP-Fraktionschefs und des Neugewählten ging es nach Hörnli & Ghackets für die Bevölkerung zum Apéro in den Schadaupark, danach stieg im KKThun das grosse Festbankett. Mit dabei: Künstler Gerhard Tschan, die Thunerseespiele und die White Sox Jazz Band. Auch Nationalratspräsidentin Christa Markwalder war zugegen – und überbrachte als höchste Schweizerin die besten Wünsche aus dem nationalen Parlament.



Carlos Reinhard

«Stehe mit beiden Beinen auf dem Boden»

Ich stehe mit beiden Beinen auf dem Boden. Ob als Unternehmer einer Grosswäscherei mit Sitz in Thun und Uetendorf oder privat als Vater von Tochter Michelle (19) und Sohn Raffael (16). 1972 in Steffisburg aufgewachsen, absolvierte ich nach der obligatorischen Schulzeit eine Lehre als Textilpfleger. 1991 stieg ich in den elterlichen Grosswäscherei-Betrieb ein, in welchem ich 1994 nach verschiedenen Weiterbildungen die Firmenleitung übernehmen durfte. Seit 2014 und der Übernahme der Reinhard Holding AG bin ich alleiniger Besitzer und Gesamtverantwortlicher der REINHARD. Grosswäscherei Reinhard AG. Neben der Familie und dem Pflegen von Freundschaften nimmt bei mir der Sport einen hohen Stellenwert ein. Ich spiele Golf, fahre Mountainbike, schwimme und liebe Wandern in den Bergen. Zu meinen weiteren Freizeitbeschäftigungen gehören Literatur und Musik.

Lebenslauf per pdf

Der Unternehmer

«Ja, ich wasche schmutzige Wäsche»

Habe ich Sie irritiert? Keine Sorge: Das gilt natürlich nur für meine Grosswäscherei. Da wird bekanntlich keine saubere, sondern nur schmutzige Wäsche gewaschen. In dritter Generation steht die REINHARD. Grosswäscherei Reinhard AG für schonende Wäschepflege, für Zuverlässigkeit und höchste Qualität. Begonnen hat alles im Jahr 1930 in Bern, als diverse Lebensmittel-Kaufhäuser nach Wäscheservices verlangten. Später, während den Boom-Jahren der Haushalt- und Waschmaschinen, orientierte sich unser Familienunternehmen neu und setzte auch auf Waschdienstleistungen für Hotel- und Gewerbebetriebe. In den 1960er-Jahren kam die Mietwäsche dazu; bzw. das Leasingangebot für Berufskleider. Mit der Eröffnung des neuen Hauptsitzes in Uetendorf im Jahr 2014 gilt das Unternehmen heute als einer der modernsten und leistungsfähigsten Familienbetriebe der Schweiz. Neben der gesamten Berufskleider-Kompetenz mit Beschaffung, Miete, Instandhaltung und Lagerung bieten wir im Hauptsitz Uetendorf auch für Unternehmen mit mehreren tausend Mitarbeitern Lösungen an. Am Zweitsitz Thun gilt die Konzentration dem Textilbereich insbesondere für die Bereiche Gesundheitswesen, Hotellerie und Gastgewerbe.

Mehr auch unter www.gwr.ch

Der Politiker

«Nein, ich mache es nicht wegen dem Geld, sondern aus Leidenschaft»

Jetzt staunen Sie? Aber es stimmt: Ich bin primär Politiker, weil ich etwas bewegen will. Ich mache das nicht wegen dem Honorar oder den Sitzungsgeldern. Politik ist für mich Leidenschaft. Ich will etwas bewegen. Und will mitreden und mitentscheiden. Hierzu bin ich bereit, entsprechend Verantwortung zu übernehmen. Im Wissen, dass wer im öffentlichen Scheinwerferlicht steht, unter besonders wachsamer Beobachtung seines moralischen Verhaltens ist. Meine politische Karriere begann 2005, als ich als FDP-Kandidat den Sprung in den Thuner Stadtrat schaffte. Mitglied des Stadtparlaments war ich sieben Jahre, bis 2011. Zwischen 2007 und 2010 präsidierte ich zeitgleich die FDP.Die Liberalen Stadt Thun und war in verschiedenen Kommissionen tätig. Seit 1. Juni 2014 bin ich Grossrat, 2014/2015 wurde ich zum 2. Vizepräsidenten, im Jahr danach zum 1. Vizepräsidenten gewählt. Sie werden Fragen: Wie geht das? Ganz einfach: «Schneller als man denkt.» Weil 2014 die FDP Anspruch auf das 2. Vizepräsidium hatte, wurde ich bereits kurz nach meiner Wahl ins 160-köpfige Parlament von meiner Partei portiert. Als kantonalbernischer «Polit-Rookie» versprach ich, zu beweisen, dass ich das kann. Jetzt freue ich mich auf mein Jahr als Grossratspräsident. Und ich verspreche Ihnen: Der höchste Berner wird ein Berner für alle Bernerinnen und Berner sein.

Das Amtsjahr

Als Grossratspräsident des 160-köpfigen Parlaments leite ich zwischen Juni 2016 und Mai 2017 die Beratungen im Rahmen der Sessionen. Zudem darf ich den Grossrat im und ausserhalb des Kantons vertreten. Der Grosse Rat ist die gesetzgebende Behörde (Legislative) und wird alle vier Jahre vom Berner Stimmvolk neu gewählt. Hauptaufgabe des Grossen Rats sind die Gesetzgebung, das Budgetrecht und die Oberaufsicht über die Regierung, die Verwaltung sowie über die Geschäftsführung der obersten Gerichte. Ferner fasst die Legislative Ausgabenbeschlüsse, welche die Finanzkompetenzen des Regierungsrats übersteigen. Er ist ausserdem Wahlbehörde für verschiedene Ämter. Die Sessionen des Grossen Rats sind öffentlich und können via Zuschauertribüne mitverfolgt werden. Die Beratungen werden auch live via Internet übertragen. Somit kann sich jeder Bürger sein eigenes Bild darüber machen, ob mein Motto «Schneller als man denkt» jetzt auch wirklich gelebt wird – und das nachhaltig.

Mehr auch unter www.gr.be.ch

Bärengeschichten: Jeden Tag zum Beratungsauftakt im Rahmen der Sessionen erzähle ich als Grossratspräsident nach dem Glockenklang, mit welchem die Sitzung offiziell eröffnet wird, eine Bärengeschichte. Diese werden jeweils auf Facebook gepostet – hier. Viel Spass…

Die Auftritte

Es geht «schneller als man denkt» - und schon ist das Amtsjahr wieder vorbei. Das Jahr als Grossratspräsident ist geprägt von zahlreichen Auftritten. Es ist mir ein Anliegen, Ihnen diese transparent zu machen. Interne Sitzungen wie Fraktionen usw. oder kleine Empfänge wird hier auf eine Auflistung verzichtet. Die meisten meiner Reden wird als pdf im Wortlaut hier aufgeschaltet. Wer Interesse und Zeit hat, kann sich gerne durchlesen. Es gilt jeweils das gesprochene Wort. Ebenfalls publiziere ich hier die Medienberichte dazu.

Viel Vergnügen.

Meine nächsten öffentliche Auftritte:

  • 30.09.-01.10.2016, Neuenburg, Réunion des Bureaux de Suisse Romande, de Berne et du Tessin
  • 02.-05.10.2016, Bulgarien, Offizieller Besuch, Detailprogramm und Reisebericht folgt
  • 11.10.2016, Besuch bei der spanischen Botschaft anlässlich des Nationalfeiertages von Spanien
  • 13.10.2016, Axalp Fliegerschiessen
  • 13.10.2016, FDP Heimberg, Podium
  • 26.10.2016, Delegiertenversammlung KMU Bern
  • 27.10.2016, Thun, Zusammenkunft ehemaliger Grossrats-Präsidenten auf Einladung GRP Reinhard
  • 28.10.2016, Liestal, Interparlementarische Kommission NWS
  • 28.10.2016, Bern, Besuch beim Ständerat
  • 28.10.2016, Lyss, Besuch der FDP Sektion Lyss
  • 02.11.2016, FDP Kanton Bern Delegiertenversammlung
  • 03.11.2016, Wirtschaftstreffen Volkswirtschaft Berner Oberland
  • 04.11.2016, Uri, Zusammenkunft Kantonspräsidien 2016
  • 10.11.2016, Thun, Arbeitgeberverband und Handels- und Industrieverein Thun, Lohnumfrage
  • 12.11.2016, Region Bern, Kadertagung FDP Kanton Bern
  • 12.11.2016, Bern, Delegiertenversammlung Kantonal-Musikverband BKMV
  • 15.11.2016, Spiez, Treffen Oberländerrat
  • 21.11.2016, Sessionsbeginn
  • 25.11.2016, Rede bei einem militärischen Lehrverband
  • 26.11.2016, Basel, Parlament-Treffen der Präsidien inkl. Vertreter aus Deutschland
  • 28.11.2016, Bern, Zibelegring / Ziebelemärit
  • 03.12.2016, Thun, Herrenabend
  • 07.01.2017, Adelboden, Ski-Weltcup
  • 12.01.2017, Bern, Feier Stadtratspräsidiumswahl
  • 12.-15.01.2017, Wengen, Ski-Weltcup
  • 23.01.2017, Sessionsbeginn
  • 26.01.2017, Entlassungsfeier Militär-Offiziere
  • 28.01.2017, Skitag Grossrat
  • 04.03.2017, Skitag Thuner Stadtrat
  • 20.03.2017, Sessionsbeginn
  • 01.04.2017, Schiesssportverband, Delegiertenversammlung
  • 07.-09.04.2017, Snowpenair
  • 01.-04.05.2017, Empfang Delegation Landtag Niedersachsen
  • 28.04.2017, Bern, Eröffnung BEA
  • 12.05.2017, Utzigen, Einweihungsfeier Neubau Alters- und Pflegeheim Utzigen
  • 22.05.2017, Bern, Kellerabend / Medienempfang Abschluss Präsidialjahr
  • 28.05.2017, Thun, Wahlen Regierungsstatthalter
  • 06.06.2017, Session / Übergabe Präsidium
  • 08.06.2017, Abschlussrede anlässlich Präsidiumsfeier

Bärengeschichten

Jede Beratung im Rahmen der Sessionen wird nach dem präsidialen Glockenschlag von Grossratspräsident Carlos Reinhard mit einer Bärengeschichte eingeläutet. Zum Abschluss seines Grossratspräsidiums werden alle Kurzgeschichten zusammengetragen – daraus entsteht dann ein Büchlein. Nachfolgend finden Sie die Bärengeschichten, die erste ist immer die aktuellste…

BÄRENGESCHICHTE VOM 13.09.2016, 13:30 Uhr: Im Bärenpark Bern ist derzeit der Bär los: Der Jahreszeit eigentlich nicht entsprechend sind die Bären gerade in Paarungsstimmung. Sonst ist das eher von Mai bis Juni der Fall. Das Männchen Finn sucht aktuell häufig die beiden Weibchen Björk und Ursina auf – und deckt sie regelmässig. Das können Sie nicht nur auf der Webcam des Bärenparks mitverfolgen – so steht es auch auf der Website des Tierparks Bern. Zeit, das vor Ort live anzuschauen, haben wir ja leider aufgrund unserer Agenda nicht. Wussten Sie: Nach 7 bis 8 Monaten Tragzeit bringt eine Bärin ca. 2 bis 3 Jungtiere von je rund 300 Gramm Gewicht zur Welt. Die Jungen sind bei der Geburt blind, öffnen ihre Augen erst nach vier Wochen und werden rund vier Monate gesäugt.Mit 3 bis 4 Jahren werden die Jungbären geschlechtsreif. Ein Weibchen kann bis 10 Mal Junge gebären. In Obhut kann ein Braunbär bis 30 Jahre alt werden.

BÄRENGESCHICHTE VOM 13.09.2016, 09:01 Uhr: Die heutige Bärengeschichte handelt um die Ikone des weltweiten Artenschutzes. Gleichzeitig Symbol des WWF: Den Pandabären. Die Weltnaturschutzunion hat soeben – schneller als man denkt – den Panda von «stark gefährdet» auf «gefährdet» zurückgestuft. Die IUCN gibt jeweils die Rote Liste vom Aussterben bedrohter Tierarten heraus. Zwischen 2004 und 2014 hat die Population von Riesenpandas um 17 Prozent zugenommen. Heute leben vor allem im chinesischen Raum 1864 Pandas in freier Wildbahn, In den 80er-Jahren waren es nur 950. China hat den Schutz der Pandabären zu einem nationalen Anliegen erklärt und lässt hierzu auch immer wieder neue Aufzuchtstationen einrichten, in welchen heute über 200 Tiere leben...

BÄRENGESCHICHTE VOM 12.09.2016, 13:31 Uhr: Schneller als man denkt ist auch das spätsommerliche Wochenende schon wieder vorbei – wir starten in die zweite Herbstsessions-Woche. Beim Grillieren stellte ich mir gestern Sonntag abend die Frage: Rind, Kalb, Lamm, Schwein, Geflügel oder Fisch? Ich entschied mich für Rind. Nun: Früher war das anders. Im Mittelalter und auch noch in der frühen Neuzeit war auch Bärenfleisch ein Thema – als Delikatesse. Der Bär zählte zum Hochwild. Erst erlegt, dann zerlegt. Danach geräuchert oder in Salzlake gekocht, um konserviert zu werden. Besonders beliebt war der Bärenschinken. Oder Bärentatzen: Die galten als ausgesprochene Spezialiät. Nach dem Rückgang der Bärenpopulation wird Bärenfleisch heute nur noch in Osteuropa angeboten. Gut so. Man stelle sich vor, beim Bärengraben gäbe es einen Bärengrill – mit ausschliesslich Bärenfleisch im Angebot – unvorstellbar.

BÄRENGESCHICHTE VOM 07.09.2016, 16:57 Uhr: Wissen Sie, dass der Bär der König der Tiere ist? Davon zumindest waren die Nordvölker überzeugt. In den südlichen Ländern, in Nahen Osten und in Nordafrika, war es dagegen der Löwe. Erst viel später, durch den Einfluss von antiker römischer Kultur und des Christentums, machte der Löwe als Wappentier auch im Norden dem Bären seinen Vorrang streitig. Im Norden aber blieb der Bär unangefochtene Nummer 1. Der Bär galt aber nur als König der Vielfüssler. Die Vögel hatten ihren eigenen König – nicht etwa den Adler, wie vielleicht vermutet, sondern den Zaunkönig. Es waren dann die Gebrüder Grimm, die eine Geschichte vom Krieg zwischen dem König der Tiere und dem König der Vögel überlieferten…

BÄRENGESCHICHTE VOM 07.09.2016, 13:31 Uhr: Der Bär fasziniert den Menschen seit jeher. Für den einen ist es eine unberechenbare Bestie, für den anderen ein Symbol für Schutz und Geborgenheit. Fast jedes Kind hat zu Hause einen Teddybären. Warum? Weil der Teddy dem Kind über Nacht im Bett Schutz und Sicherheit gewährt. Mit ihm unter Decke fühlt es sich sicher. Wird es finster, weil die Eltern das Licht gelöscht und das Kinderzimmer verlassen haben, ist der Teddybär der letzte Beschützer. Bei Albträumen, wenn die Fensterläden knattern oder es draussen blitzt und donnert: Kein anderes Tier weckt so vielfältige Gefühle im Menschen wie Meister Petz. Ob Paddington Bear, Balu aus dem Dschungelbuch, Fozzie Bär aus der Muppet-Show, Käpt’n Blaubär oder Bussi der kleine Bär – der Bär sorgt im TV, in der Werbung, im Film oder als Comic Emotion für Emotionen. Überall auf der Welt. Bei Jung und Alt.

BÄRENGESCHICHTE VOM 07.09.2016, 09:01 Uhr: Die heutige Bärengeschichte habe ich von einem Ratsmitglied bekommen: Von Markus Wenger, EVP: In Jukon gibt es scheinbar eine Bärenspielregel. Begegnet man in der Wildnis einem Braunbären, da sollte man sich tot stellen. Begegnet man einem Schwarzbären, dann sollte man diesen Bären mit einem Stecken in die Flucht jagen. Das Problem ist aber, dass in der freien Natur der Braunbär kaum vom Schwarzbär zu unterscheiden ist. Ist es bei uns in der Politik nicht ähnlich? In der freien Natur erkennt man uns kaum. Wer hingegen im Ratssaal am lautesten bellt, kann problemlos zugeordnet werden. Ich verzichte jetzt hier darauf, eine Parteirangliste auszurufen. Danke, Kollege Markus Wenger für die Geschichte. Ich nehme mit: Wenn ich mal jemanden in die Flucht jagen will, nehme ich einen Stecken…

BÄRENGESCHICHTE VOM 06.09.2016, 09:01 Uhr: Schneller als man denkt sind wir wieder bei den «echten» Bärengeschichten. Der Bär ist ja bekanntlich auch Häuptling in Pflanzenheilkunde. Kein Tier kennt heilende Wurzeln besser als der Bär, da er mit seinen Krallen viele Wurzeln ausgräbt. Kein Wunder, sind die Apotheken und Drogerien voll mit Bären-Balsam: Bärenkraut, Bärentraube, Bärenklee, Bärwurz, Wiesenbärenklau ­– es gib sie in allen Varianten. Falls mal hier im Rat jemand ein Mittel benötigt, weil die Session zu streng oder Sie am Pult an Muskelverspannung leiden: Denken Sie an die Bären-Medizin. Sie hilft schneller als man denkt. Aber bitte nicht verwechseln mit Tiger-Balsam – das ist dann eine andere Geschichte…

BÄRENGESCHICHTE VOM 05.09.2016, 13:35 Uhr - Sessionsbeginn: Schneller als man denkt: Nach 88 sessionsfreien Tagen geht es heute wieder los. Seit dem 10. Juni 2016 ist viel passiert: Fussball-EM in Frankreich, Olympische Spiele in Rio, Terror in Nizza und München, eine Erdbenkatastrophe in Italien, schmutzier Wahlkampf in den USA sowie ein zunehmend instabilerer EU-Raum, mit Unsicherheit in England, Angst in der Türkei und Ungewissheit in Griechenland. Auch im Kanton Bern ist einiges passiert: Meiringen hat einen neuen Schwingerkönig, Bern war Etappenort der Tour de France, in Gstaad wurde Beach Volleyball, Damen- und Herren-Tennis gespielt, auf der Moosegg und auf dem Ballenberg füllte Gotthelf die Theaterbühnen, in Thun sorgte Marilyn Monroe für zuckersüsse Musicalmomente. Leider gab es auch tragische Ereignisse: Viele Unfälle, am Wasser und in den Bergen, und vor einer Woche auch noch der Absturz der F/A-18-Maschine, bei welchem im Sustengebiet der 27-jährige Pilot ums Leben kam. Sie sehen: Es ist viel geschehen. Leider auch viel negatives. Die Zeit vergeht schneller als man denkt – die Ereignisse überschlagen sich. Jetzt ist bei uns hier im Ratssaal wieder der Bär los: Es wartet eine geballte Ladung an Geschäften. Packen wir es an – ich wünsche uns eine gute Herbstsession…

BÄRENGESCHICHTE VOM 09.06.2016, 15.44 UHR - Sessionsabschluss: Morgen Freitag beginnt bei unserem Nachbarn Frankreich die UEFA EURO 2016. In ganz Fussball-Europa ist ab sofort wieder so richtig der Bär los. Büne Huber von Patent Ochsner würde sagen: Wehe, wenn sie losgelassen, all die Unterarm-tätowierten Pussys. Aber lassen wir das… Wenn heute nachmittag die erste Session unter meiner Leitung zu Ende geht, ging das schneller als man denkt. Ich hoffe, dass Euch die 14 Bärengeschichten gefallen haben. Ich freue mich schon jetzt mit Euch auf die September-Session: Bis dann sollten wir ja dann auch wissen, wer Fussball-Europameister geworden ist. Aus der Bärenstadt Bern wird es keiner sein. Aber damit können wir leben. Immerhin wurden ja die Mutzen Schweizermeister im Eishockey. Und übertreiben müssen wir ja nicht gleich…

BÄRENGESCHICHTE VOM 09.06.2016, 09.01 UHR: Meine liebsten Bären sind eigentlich gar keine Bären. Ja, ich gebe es zu. Für mich ist Mutz der Grösste: Der luftig, weiche Botschafter aus Bern – in Form eines Mandelbärli. Es gibt ihn in Original, mit Cappuccino-, Zitronen-, Pistache- Erdbeer-, Irish-Cream- oder Chocolat-Geschmack. Und wurde zum 125-Jahr-Jubiläum der Beck Glatz Confiseur AG Bern erfunden. Seither hat auch dieser Bär eine beispiellose Karriere hinter sich – und begeistert jung und alt gleichermassen. Auch Grossrätinnen und Grossräte sind bekanntlich Schleckmäuler. Deshalb habe ich mich entschieden, Euch heute im Rahmen des letzten Sessionstages einen Berner Mandelbären zu offerieren. Ich wünsche Ihnen schon jetzt «E Guete»…

BÄRENGESCHICHTE VOM 08.06.2016, 09.02 UHR: Nach den Berner Sennenhunden und den Bernhardinern fragt man sich: Warum gibt es eigentlich keine Gotthardiner? Beim 9 Millionen Franken teuren Eröffnungsfest «Gottardo 2016» war ja letztes Wochenende so richtig der Bär los – aber trotzdem kein richtiger Bär vor Ort. Hätten die Fest-Organisatoren den 57 Kilometer langen Basistunnel mit Bären gefüllt, hätten 19'000 darin Platz gefunden – bei einer durchschnittlichen Körperlänge von 3 Metern pro Bär. In Alaska gibt es rund 20'000 Braunbären – der US-Staat hätte also gerade aushelfen können. Die weltweite Gesamtpopulation des Braunbären beläuft sich derzeit auf rund 200'000 Tiere.

BÄRENGESCHICHTE VOM 07.06.2016, 13.31 UHR: Der Lieblingssport vieler Berner, das Schwingen, sagt viel über ihren bärigen Charakter aus. Schwingen ist ein alt-alemannischer Bauern-Ringkampf, bei dem sich zwei stämmige Kolosse versuchen, sich ins Sägemehl zu werfen. Wer seinen Gegner auf den Rücken legt, gewinnt. Kein Wunder, ist es oft der «Bärengriff», der den Ringkampf entscheidet und den Sieger einen Muni gewinnen lässt. Sie sehen, liebe Grossrätinnen und Grossräte: Im Schwingen ist es wie bei uns im Parlament: Die ganz Bösen sind eigentlich gar nicht boshaft. Ausser sie werden gereizt – dann wechseln sie auf wild und furchtlos – und zwar schneller als man denkt. Oder täusche ich mich da gerade?

BÄRENGESCHICHTE VOM 07.06.2016, 09.02 UHR: Der Berner Bär ist übrigens nicht mit seinem eher schwindsüchtigen Berliner Cousin zu vergleichen. In Deutschlands Hauptstadt dient er nur noch als Wappentier – oder wird als Filmpreis verliehen. Von wegen Seelenstimmung der Bevölkerung – das ist bei uns in Bern ganz anders. Wir lieben den Bären. Wir leben den Bären. Mit dickem, runden Schädel, unserem «Bärner Gring», auf den wir so stolz sind. Als Beispiel für die Qualität unseres Dickschädels, sei die Geschichte vom lebensmüden Berner erwähnt, der sich einst vom Turm des Münsters stürzte. Beim Aufprall seines Schädels passierte nichts weiteres, al dass das Kopfsteinpflaster zersplitterte. Alles klar?

BÄRENGESCHICHTE VOM 06.06.2016, 13.31 UHR: Steigt in Rom beim Konklave hinter der Sixtinischen Kapelle weisser Rauch auf, bedeutet das im Vatikan: Habemus Papam – ein Papst büxt aus. Heisst es bei uns in der Schweiz Habemus Ursus, dann büxte irgend ein Bär aus einem Zoo aus. In Bern ist das Risiko, dass das Wappentier aus dem Bärenpark ausbricht, gering. Aber manchmal geht es schneller als man denkt. Bleiben wir also wachsam. Vor allem im Wissen, dass ein Bär – falls er mit 60 Stundenkilometern durch Berns Gassen prescht – zwischen Bärenpark und Rathaus weniger als drei Minuten braucht…

BÄRENGESCHICHTE 5 VOM 02.06.2016, 13.31 UHR: Bären sind wie Politiker: Sogenannte Allesfresser. Sie dinieren aber weniger in der Harmonie, im Commerce oder im Schweizerhof – sondern draussen in der freien Natur. Je nach Art und Jahreszeit konsumieren sie in unterschiedlichem Ausmass pflanzliche und tierische Nahrung. Früchte und andere Pflanzenteile machen bei vielen Bärenarten einen Grossteil der Ernährung aus; ergänzt von Insekten, Larven oder kleinen Wirbeltieren wie Fische oder Nager. Panda-Bären hingegen fressen fast ausschliesslich Bambus. Und Eisbären nur Fleisch. Alles andere ist auch bei ihnen Beilage.

BÄRENGESCHICHTE 4 VOM 01.06.2016, 17.01 UHR: Man muss nicht nach Hokkaido oder Alaska reisen, um dem Bärengeist zu begegnen. Den lebendigen Bärenkult gibt es auch in der Schweiz. Bären, überall Bären. Der schwarze Mutz mit langer, roter heraushängender Zunge ist überall anzutreffen – auch in Bern: Als Schildwache an öffentlichen Gebäuden, an Wände gepinselt, in Dachgiebel geschnitzt oder als Brunnenwächter. Bern und der Bär: Das gehört zusammen. Deshalb: Wann immer Sie dieses Jahr schneller als man denkt unterwegs sind, machen Sie Halt im Bären. Sie erkennen es am Wirtshausschild, wo unser Wappentier auf goldgelber, honigfarbigem Grund über ein rotes Feld läuft. Na dann Prost.

BÄRENGESCHICHTE 3 VOM 01.06.2016, 13.32 UHR: Bern und der Bär: Überall ist er in irgend einer Form anzutreffen. So unweit des ethnologischen Seminars, wo er in der mittelalterlichen Kramgasse geharnischt über einem Brunnen thront. Oder über dem Torbogen des Zytglogge-Turms, wo er zu jeder vollen Stunde beim Glockenschlag bewaffnet aus einer kleinen Tür hinaus kommt. Und wer über die kopfsteingepflasterten Strasse hinunter zur Nydeggbrücke läuft, entdeckt ihn lebend im Bärenpark. Selbst wortfaule Berner reden dort mit unserem Wappentier. Oft sind es liebevolle Zwiegespräche ­– fast als sprächen sie mit ihrem Inneren selbst. Soviel Liebe und Zuneigung: Gibt es das bei uns im Grossrat auch?

BÄRENGESCHICHTE 2 VOM 01.06.2016, 09.07 UHR: Die Familie der Bären umfasst insgesamt acht Arten – es sind dies der Schwarzbär, Kragenbär, Braun- oder Grizzlybär, Eis- oder Polarbär, Brillenbär, Lippenbär, Malaienbär und der Grosse Panda. Nicht zur offiziellen Bärenfamilie gehört – wie gelegentlich wegen der Haribo-Werbung vermutet wird – der Gummibär. Auch der Teddybär oder Winnie de Puh gehören nicht zur Bärenfamilie. Wie ebensowenig der Koala-Bär. Der faulenzt lieber bzw. schläft sich auf Australiens Eukalyptus-Bäumen aus. Und geniesst – ganz im Gegensatz zu uns Grossrätinnen und Grossräten – das Nichtstun…

BÄRENGESCHICHTE 1 VOM 31.05.2016, 09.04 UHR: Bären sind schneller als man denkt: Trotz Körpergewicht von bis zu 800 Kilogramm können sie unglaublich schnell rennen. Braunbären auf Kurzdistanzen sind mit bis zu 60 Stundenkilometern unterwegs. Ein Eisbär wurde einmal bei Tempo 70 erfasst. Zum Vergleich: Nicht einmal der jamaikanische Sprint-Superstar Usain Bolt kann mit einem Bären mithalten. Bolt sprintet nur gerade mal mit 40 Stundenkilometer über die Bahn. Aber zurück zum Bären: Normalerweise tapst Meister Petz bedeutend ruhiger durch die Gegend – mit drei bis fünf Stundenkilometern nämlich…


Galerie

«Schneller als man denkt» ist auch mein Service rund um öffentliche Veranstaltungen. In regelmässigen Abständen werden an dieser Stelle Bildimpressionen von
Auftritten aufgeschaltet – damit Sie noch näher am Puls des Geschehens sind.

Kontakte

Carlos Reinhard
Grossratspräsident 2016/2017
Parlamentsdienste des Grossen Rates des Kantons Bern
Postgasse 68
3000 Bern 8

Telefon 031 633 75 75